GEW Hessen News Feed http://dev.vbox.intern de_DE GEW Hessen Thu, 02 Dec 2021 13:29:46 +0100 Thu, 02 Dec 2021 13:29:46 +0100 TYPO3 EXT:news news-291 Thu, 02 Dec 2021 09:48:04 +0100 Übertragung des Tarifergebnisses auf die Beamtinnen und Beamten des Landes https://gew-mittelhessen.de/home/details/uebertragung-des-tarifergebnisses-auf-die-beamtinnen-und-beamten-des-landes Gesetzentwurf vorgelegt Am 9. November 2021 haben die Regierungsfraktionen im Hessischen Landtag einen „Dringlichen Gesetzentwurf“ zur „Anpassung der Besoldung und Versorgung in Hessen in den Jahren 2022 und 2023 zur Gewährung einer Corona-Sonderzahlung“ präsentiert. Damit erfüllt die Landesregierung das in der Tarifeinigung vom 15. Oktober 2021 eingegangene Versprechen, das Tarifergebnis zu übertragen. Jedenfalls im Prinzip. Denn es gibt für die Beamtinnen und Beamte im Gesetzentwurf einige Abweichungen.

Das betrifft an erster Stelle die Corona-Sonderzahlung. Diese wird für die Tarifbeschäftigten in zwei Schritten ausgezahlt, jeweils in Höhe von 500 Euro. Nämlich mit den Bezügen für Dezember 2021 (also Ende Dezember) und mit den Bezügen für März 2022 (Ende März). Die aktiven Beamtinnen und Beamten erhalten die Corona-Sonderzahlung, sofern ein Anspruch besteht, mit den Bezügen für Februar 2022 in einer einzigen Zahlung in Höhe von 1000 Euro (Teilzeitkräfte anteilig), also gut einen Monat nach der ersten Teilzahlung für die Tarifbeschäftigten.  Der DGB Hessen-Thüringen hat diese Abweichung, für die pragmatische Gründe angeführt wurden, in seiner Stellungnahme nicht kritisiert, da eine Benachteiligung der Beamtinnen und Beamten nicht erkennbar ist.

Versorgungsempfängerinnen und Versorgungsempfänger haben laut Gesetzentwurf allerdings keinen Anspruch auf die Corona-Sonderzahlung. Den damit einhergehenden Einkommensverlust akzeptiert der DGB Hessen-Thüringen nicht. Denn unabhängig von ihrer Funktion, die schwierige Arbeit der aktiven Beamtinnen und Beamten während der Gesundheitskrise anzuerkennen, hat die Sonderzahlung eben auch kompensatorischen Charakter in Bezug auf die Nullmonate zwischen Oktober 2021 und Juli 2022 bei der Einkommensentwicklung. Hier muss bei den Versorgungsempfängerinnen und -empfängern dringend nachgebessert werden. Sei es durch Aufnahme einer allgemeinen Einmalzahlung oder durch ein Vorziehen der für den 1. August 2022 geplanten Erhöhung, um so die Nullmonate für die Versorgungsempfängerinnen und Versorgungsempfänger zu beseitigen.

Die besoldungsrechtlichen Tabellenerhöhungen (u.a. 2,2 Prozent zum 1. August 2022 für den Besoldungs- und Versorgungsbereich) sieht der Gesetzentwurf zu denselben Zeitpunkten vor wie es für die Tarifbeschäftigten vereinbart wurde. Allerdings ist für diese der Erhöhungsbetrag für den 1. August 2023 mit einem Mindestbetrag gekoppelt (1,8 Prozent, mindestens 65 Euro pro Monat). Die Regierungsfraktionen sind der Meinung, dass ein Mindestbetrag angesichts der Rechtsprechung zum Thema amtsangemessene Alimentation nicht übertragen werden kann. Aus diesem Grund erhöht sich die Besoldung der Beamtinnen und Beamten am 1. August 2023 geringfügig stärker, nämlich um 1,89 Prozent. Der DGB Hessen-Thüringen teilt hier die Rechtsauffassung der Fraktionen nicht. Er hält die fortwährende Nicht-Übertragung von Mindestbeträgen für ein Problem und hat daher den Landesgesetzgeber aufgefordert, für die daraus resultierende soziale Problematik endlich Lösungen zu finden.

Darüber hinaus hat der DGB Hessen-Thüringen Verbesserungen bei der Anhebung der Grundbeträge für Anwärterinnen und Anwärter angemahnt.

Das Gesetz wird sehr wahrscheinlich in der Plenarwoche vom 7. bis 9. Dezember 2021 beschlossen werden.

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news-290 Mon, 29 Nov 2021 12:40:57 +0100 Bewerbung und Einstellung in den Vorbereitungsdienst https://gew-mittelhessen.de/home/details/bewerbung-und-einstellung-in-den-vorbereitungsdienst Onlineveranstaltung 13. Dezember 2021 | 16 bis 17.45 Uhr Wie sind meine Einstellungschancen in den Vorbereitungsdienst in Hessen? Wie komme ich an die Schule meine Wahl? Wie viel verdiene ich? Wie ist das mit der Krankenversicherung?

Wir informieren und beraten zu allen Fragen, die sich zur Bewerbung und Einstellung in den schulischen Vorbereitungsdienst im Bundesland Hessen stellen.

Für die Veranstaltung stehen ihnen als Gesprächspartner:innen zur Verfügung:

Christina Nickel (Ausbilderin am Studienseminar Grund-, Haupt-, Real- und Förderschulen in Wiesbaden und als Mitglied im Hauptpersonalrat der Leher:innen im Kultusministerium zuständig für Einstellungen in den Schuldienst)
Thilo Hartmann (Vorsitzender der GEW Hessen und ausgebildeter Gymnasiallehrer)
Tobias Cepok (Referent der GEW für den Vorbereitungsdienst)

Teilnahmelink


Bild credits to Javier Trueba over https://unsplash.com/

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news-289 Mon, 15 Nov 2021 12:08:27 +0100 Wir setzen unsere Werte gegen die Hetze der AfD https://gew-mittelhessen.de/home/details/wir-setzen-unsere-werte-gegen-die-hetze-der-afd Aufruf zum zivilgesellschaftlichen Protest gegen den Bundesparteitag 11. November Pressemitteilung Als zivilgesellschaftliche Organisationen treten wir in unterschiedlichen Bereichen für eine demokratische, soziale, nachhaltige und den Menschenrechten verpflichtete Gesellschaft ein. Daher macht es uns wütend, dass die AfD ihren Bundesparteitag erstmals in Hessen ausrichten will, dem Bundesland, in dem wir aktiv sind und unseren Sitz haben. Wir protestieren gegen das AfD-Treffen in Wiesbaden und rufen unsere Mitglieder, Unterstützer*innen und Mitarbeiter*innen auf zur Teilnahme an der Kundgebung des Wiesbadener Bündnisses für Demokratie am Samstag, 11. Dezember, ab 12 Uhr in den Reisinger Anlagen.

Die Landeshauptstadt ist das Herz der Demokratie in Hessen. Dass sich ausgerechnet dort eine Partei versammelt, die der Verfassungsschutz als rechtsextremen Verdachtsfall eingestuft hat, lassen wir nicht unwidersprochen. Erfreulicherweise hat die AfD bei der Bundestagswahl deutlich Stimmen verloren und ist bei der hessischen Kommunalwahl sogar um fast die Hälfte eingebrochen, aber sie bleibt dennoch eine Gefahr für Deutschland und den Zusammenhalt der Gesellschaft. Auch wenn sie im neuen Bundestag nicht mehr die größte Oppositionspartei ist, wird sie dort weiter versuchen, das Klima zu vergiften, so wie sie dies auch im hessischen Landtag tut. Rechtsextremer Hass in den Parlamenten bereitet den Boden für Morde wie die in Hanau und Wolfhagen.

Das AfD-Programm steht unseren ethischen Überzeugungen an so vielen Punkten diametral entgegen, dass hier nur einige beispielhaft genannt werden können: Die AfD ist völkisch-national und spricht großen Teilen der Bevölkerung die Zugehörigkeit zu Deutschland ab, etwa weil sie eine Migrations- oder Fluchtgeschichte haben. Sie vertritt ein rückwärtsgewandtes Frauen- und Familienbild und lehnt alle Lebensentwürfe ab, die diesem nicht entsprechen. Die Wirtschafts-, Steuer- und Sozialpolitik der AfD ist darauf ausgelegt, die ungleiche Verteilung des Reichtums noch zu verstärken und die Schwächsten unserer Gesellschaft weiter zu marginalisieren. Wissenschaftliche Erkenntnisse zum Klimawandel und zur Corona-Pandemie leugnet die AfD.

Es ist zu erwarten, dass die AfD beim Parteitag in Wiesbaden einen neuen Vorstand wählt, der noch extremer auftreten wird als der bisherige, der zur verbalen Mäßigung aufrief, um die Partei nach außen als bürgerlich erscheinen zu lassen. Doch egal welchen äußeren Anstrich sich die Partei gibt, oder welche innerparteilichen Nuancen sich durchsetzen, alle Parteiflügel der AfD verbreiten gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit. Wir treten allen Formen von Diskriminierung, Rassismus, Antisemitismus, Antiziganismus, Sexismus, Antifeminismus sowie Feindlichkeit gegenüber LGBTIQ* und Menschen mit Behinderung entschieden entgegen. Wir stehen für eine vielfältige, offene und nachhaltige Gesellschaft und werden dafür von der AfD bedrängt und angefeindet, etwa indem sie uns beispielsweise als „Wohlfahrtsindustrie“ diffamiert oder in zahllosen parlamentarischen Anfragen und Anträgen unsere Arbeit und unsere Legitimität infrage stellt.

Den AfD-Bundesparteitag in Wiesbaden werden wir nutzen, um einmal mehr unsere Werte gegen ihre Hetze zu setzen. Ihren Versuch, die Gesellschaft zu spalten, kontern wir mit einem Appell für mehr Solidarität und Zusammenhalt und freuen uns dabei über Unterstützung.

 

Herausgebende Organisationen in alphabetischer Reihenfolge:

agah – Landesausländerbeirat

AWO Bezirksverband Hessen-Süd

AWO Bezirksverband Hessen-Nord

Caritasverband für die Diözese Limburg e. V.

Der Paritätische Wohlfahrtsverband Hessen

DGB Hessen-Thüringen

Diakonie Hessen

Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, Landesverband Hessen

Landesfrauenrat Hessen

Landesverband der Jüdischen Gemeinden in Hessen

NaturFreunde Deutschlands, Landesverband Hessen

pro familia, Landesverband Hessen e.V.

Verband binationaler Familien und Partnerschaften

Zentralrat der Muslime, Landesverband Hessen

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news-288 Mon, 15 Nov 2021 11:55:49 +0100 A13 Demonstration in Wiesbaden https://gew-mittelhessen.de/home/details/a13-demonstration-in-wiesbaden A13 für alle! Eindrücke aus Wiesbaden Rund 300 Grundschullehrerinnen und -lehrer und solidarische Kolleginnen und Kollegen demonstrierten heute in Wiesbaden. Nach kämpferischen Reden von Susanne Hoeth und Thilo Hartmann, Vorsitzender der GEW Hessen, zogen die Kolleginnen und Kollegen vom Luisenplatz in Richtung Innenministerium.

Die Bezahlung der Grundschullehrkräfte nach A13 muss endlich in Hessen umgesetzt werden. Die Mehrheit der Bundesländer bezahlen ihre Lehrkräfte im Grundschulbereich bereits nach A13. Wir fordern: A13 für professionelle Grundschulpädagogik jetzt umsetzen!

Fotogalerie

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news-287 Thu, 21 Oct 2021 15:16:11 +0200 Tarifeinigung mit dem Land Hessen https://gew-mittelhessen.de/home/details/tarifeinigung-mit-dem-land-hessen Die Gewerkschaften und das Land Hessen einigen sich in der Tarifverhandlung (TV-H) über einen neuen Tarif 15. Oktober 2021 Pressemitteilung Am heutigen Freitagmorgen haben sich GEW, ver.di und die anderen Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes mit dem Land Hessen in Dietzenbach auf Einkommenszuwächse für die weit über 45.000 Tarifbeschäftigten des Landes geeinigt. Das Tarifergebnis soll auch auf die Beamt*innen und Versorgungsempfänger*innen übertragen werden.

Noch in diesem Jahr erhalten die Beschäftigten eine steuer- und abgabenfreie Corona-Sonderzahlung in Höhe von 500 Euro. Eine zweite Corona-Sonderzahlung in derselben Höhe wird spätestens im März 2022 ausgezahlt. Die Tabellenentgelte im Bereich des TV-Hessen werden in zwei Schritten erhöht. Zum 1. August 2022 steigen sie um 2,2 Prozent, zum 1. August 2023 um weitere 1,8 Prozent, mindestens 65 Euro. Die Laufzeit der Regelung beträgt 28 Monate bis zum 31. Januar 2024.

Der Verhandlungsführer der GEW, Daniel Merbitz, erklärte dazu: „Die Verhandlungen waren angesichts der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen schwierig, und das Ergebnis hat Licht und Schatten. Einer der Wirtschaftskrise geschuldeten verhaltenen Entgeltentwicklung bis Januar 2024 stehen aus Sicht der GEW durchaus positiv zu bewertende Regelungen gegenüber. Unter anderem ist es endlich gelungen, eine tarifliche Regelung zur Eingruppierung der angestellten Lehrkräfte abzuschließen.“

Während in allen anderen Bundesländern die Eingruppierung seit mehreren Jahren durch einen Tarifvertrag festgelegt ist, war das in Hessen nicht der Fall. Bisher regelt ein einseitig durch das Land festgelegter Erlass die Eingruppierung der rund 11.000 angestellten Lehrkräfte in Hessen. GEW und Land Hessen hatten seit September 2020 über spezifisch hessische Tarifregelungen verhandelt. Die neue Lehrkräfte-Eingruppierung tritt am 1. August 2022 in Kraft.

„Mit dem jetzt hier in Dietzenbach vereinbarten Tarifvertrag haben wir für viele Beschäftigte an Hessens Schulen deutliche Verbesserungen erzielt“, so Merbitz weiter. „Voll ausgebildete Grundschullehrkräfte sind zukünftig eine Entgeltgruppe höher eingruppiert. Verbesserungen bei der Bezahlung gibt es auch für die nicht voll ausgebildeten Lehrkräfte im Bereich der Sekundarstufe I. Mehr Geld erhalten auch diejenigen Beschäftigten ohne formale Lehramtsbefähigung, die seit vielen, vielen Jahren in der Entgeltgruppe 5 oder 6 feststecken, obwohl sie  zum Teil sogar Schulklassen leiten.“

Der Vorsitzende der GEW Hessen, Thilo Hartmann, kommentierte ergänzend die Tarifeinigung: „Besonders freut es mich, dass sich das Land endlich auf eine einheitliche Mindestbezahlung für studentische Hilfskräfte in Höhe von 12 Euro pro Stunde festgelegt hat. Und dass dieser Stundensatz an zukünftigen tariflichen Entgelterhöhungen teilnimmt. Das ist eine gute Regelung für die vielen Tausend Betroffenen an den hessischen Hochschulen. Leider hat die Gegenseite beim Thema Befristungen an Hochschulen gegenüber substanziellen Verbesserungen eine starre Blockadehaltung eingenommen.“ Dennoch konnten Gespräche mit dem HMWK vereinbart werden, somit „liegt der Ball jetzt beim Wissenschaftsministerium. Wir erwarten die zügige Aufnahme konstruktiver Gespräche mit Ministerin Dorn über eine wirksame Begrenzung des Befristungsunwesens“, erklärte Hartmann.

Der Innenminister hat darüber hinaus in Dietzenbach zugesichert, das Tarifergebnis zeit- und systemkonform auf die Beamtinnen und Beamten zu übertragen. Auch das kostenlose Landesticket wird für die Laufzeit des Tarifvertrages weiterhin an die Beschäftigten des Landes ausgegeben. „Dies ist ein wichtiges Signal für unsere verbeamteten Kolleginnen und Kollegen, da somit die Entgelterhöhungen und beide Sonderzahlungen auch auf sie übertragen werden“, so Hartmann weiter.

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news-286 Thu, 26 Aug 2021 15:31:28 +0200 Auftakt zur Tarifrunde 2021 in Hessen: Beschäftigte protestieren https://gew-mittelhessen.de/home/details/auftakt-zur-tarifrunde-2021-in-hessen-beschaeftigte-protestieren Am Mittwoch, den 1. September 2021, startet die neue Tarifrunde mit dem Land Hessen. Es geht vor allem um höhere Gehälter für die Tarifbeschäftigten des Landes Hessen. Die Laufzeit des letzten Tarifvertrages endet am 30. September. Die GEW Hessen fordert gemeinsam mit den anderen Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes aber auch die Übertragung des Tarifergebnisses auf die Beamte und Beamtinnen sowie die Versorgungsempfängerinnen und -empfänger. Die Beschäftigten, insbesondere an den Hochschulen, erwarten zudem weitere Verbesserungen ihrer Arbeitsbedingungen.

Zum ersten Mal seit dem Austritt des Landes Hessen aus dem Arbeitgeberverband (Tarifgemeinschaft deutscher Länder; TdL) finden die hessischen Tarifverhandlungen vor denen der anderen Bundesländer statt. Das ist eine besondere Herausforderung für uns alle. Die GEW Hessen bittet alle Kolleginnen und Kollegen, die es ermöglichen können, nach Wiesbaden zu kommen, um die gewerkschaftliche Verhandlungskommission am 1. September 2021, um 9:30 Uhr vor dem hessischen Innenministerium laut und sichtbar zu unterstützen (Friedrich-Ebert-Allee 12, schräg gegenüber des Hauptbahnhofs Wiesbaden). Nach derzeitigem Stand ist es möglich, dass dort – mit Abstand und Maske – am Mittwoch protestiert werden kann. Die Tarifverhandlungen beginnen dann gegen 10:30 Uhr.

Die konkreten gewerkschaftlichen Forderungen stehen zu Beginn der ersten Schulwoche fest.

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news-285 Wed, 14 Jul 2021 09:36:49 +0200 Für einen sicheren Schulstart https://gew-mittelhessen.de/home/details/fuer-einen-sicheren-schulstart GEW Hessen sieht weiteren Handlungsbedarf Pressemitteilungen 12. Juli 2021 Die GEW Hessen begrüßt die von Kultusminister Lorz angekündigten Vorkehrungen für einen sicheren Schulbetrieb nach den Ferien im Grundsatz, sieht allerdings weiteren Handlungsbedarf. Dies gilt sowohl hinsichtlich der Ausstattung von Klassenzimmern mit Luftfilteranlagen als auch bezüglich der Ausgestaltung des bereits vor mehreren Wochen angekündigten „Aufholpakets“.

Maike Wiedwald, Vorsitzende der GEW Hessen, betonte aus diesem Anlass die Wichtigkeit von möglichst gut abgesichertem Präsenzunterricht: „Die Schülerinnen und Schüler sollten das neue Schuljahr so weit wie möglich im Präsenzunterricht bestreiten können. Die heute angekündigten Maßnahmen für die ersten zwei Unterrichtswochen nach den Sommerferien können dazu beitragen, einen möglichst sicheren Start in das neue Schuljahr trotz Delta-Variante zu ermöglichen.“ Für die ersten beiden Wochen nach den Ferien ist laut einer Pressemitteilung des Kultusministers eine Wiedereinführung der Maskenpflicht während des Unterrichts sowie eine Erhöhung der Testfrequenz auf drei statt zwei Tests pro Woche vorgesehen. „Viele Fachleute halten allerdings eine andere Teststrategie für zielführender. So könnten beispielsweise ,PCR-Lollitests' gegenüber den bisher angewendeten Antigen-Schnelltests zu deutlich zuverlässigeren Ergebnissen führen. Auch für die Kitas sollte diese Möglichkeit überprüft werden“, ergänzte Maike Wiedwald.

Das Land unterstütze laut Kultusminister Lorz die Schulträger auch künftig bei der Anschaffung von Luftfiltern, es stünden aktuell noch 40 Millionen Euro für Schutzmaßnahmen an Schulen zur Verfügung. „Leider gibt es nach wie vor Schulträger, die sich gegen die Anschaffung von kurzfristig aufstellbaren mobilen Luftfilteranlagen sträuben. Der Bund, das Land und die Schul- und Kitaträger müssen in dieser Angelegenheit endlich an einem Strang ziehen. Niemand der Beteiligten darf sich dabei aus der Verantwortung stehlen!“, so der Appell von Maike Wiedwald.

Darüber hinaus warteten die Schulen bezüglich der Vorbereitung des kommenden Schuljahrs auch auf verbindliche Aussagen, in welcher Form das Bundes-Aufholpaket und das Landesprogramm „Löwenstark – der BildungsKICK“ umgesetzt werden sollen: „Bezüglich des Aufholpakets gibt es bislang außer wohlklingender Ankündigungen noch keinerlei konkrete Anhaltspunkte für die Schulen. Alle möchten nun endlich wissen, mit welchen Möglichkeiten zur gezielten Förderung sie im kommenden Schuljahr rechnen können. Gerade für die Schülerinnen und Schüler, die besonders unter den Einschränkungen der vergangenen Monate gelitten haben, braucht es jetzt mehr und passgenaue Unterstützungsangebote. Diese müssen weit über Feriencamps hinausgehen, wenn sie einen nachhaltigen Erfolg haben sollen.“

Foto: Manfred Jahreis, pixelio.de

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Aktuell
news-284 Wed, 16 Jun 2021 09:36:25 +0200 GEW bleibt mit großem Abstand stärkste Kraft! https://gew-mittelhessen.de/home/details/gew-bleibt-mit-grossem-abstand-staerkste-kraft Detaillierte Ergebnisse der Personalratswahlen Bei den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern sind die anderen Verbände teilweise in unterschiedlichen Konstellationen angetreten. Hier wird das jeweilige Ergebnis daher immer zusammengefasst dargestellt.

Die GEW Hessen verteidigte bei den Personalratswahlen Anfang Mai ihre absolute Mehrheit im Hauptpersonalrat der Lehrerinnen und Lehrer und gewann zudem die Mehrheit in allen Gesamtpersonalräten an den staatlichen Schulämtern. Die Personalratswahlen waren im Mai 2020 aufgrund der Corona-Pandemie um ein Jahr verschoben worden. Allerdings waren die Bedingungen 2021 keineswegs günstiger, denn an den Wahltagen am 4. und 5. Mai waren Schulen vielerorts geschlossen und zahlreiche Lehrkräfte an den häuslichen Arbeitsplatz gebunden.

 

erste Zeile: Beamtinnen und Beamte

zweite Zeile: Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer

GEW

DLH

UL

VBE

Sitze der GEW

(von insgesamt)

Hauptpersonalrat
der Lehrerinnen und Lehrer

61,1

16,9

9,6

12,4

14
(23)

63,3

36,7

Stadt und Landkreis Kassel

73,5

26,5

15
(19)

86,7

13,3

Kreis Hersfeld-Rotenburg
und Werra-Meißner-Kreis

62,1

23,3

14,6

9
(15)

78,0

22,0

Schwalm-Eder-Kreis
und Kreis Waldeck-Frankenberg

62,2

19,6

18,2

12
(17)

86,0

14,0

Landkreis Fulda

50,7

33,4

15,8

8
(15)

65,1

34,8

Landkreis Marburg-Biedenkopf

68,3

19,5

12,3

11
(15)

75,1

24,9

Lahn-Dill-Kreis
und Landkreis Limburg-Weilburg

52,9

16,5

10,9

19,7

11
(21)

68,7

31,3

Landkreis Gießen und Vogelsbergkreis

68,6

11,8

11,8

7,9

14
(19)

65,3

33,4

Hochtaunuskreis und Wetteraukreis

58,7

18,7

9,4

13,2

13
(21)

 

58,1

41,9

Rheingau-Taunus-Kreis
und Stadt Wiesbaden

57,1

23,8

19,1

12
(21)

80,0

20,0

Landkreis Groß-Gerau
und Main-Taunus-Kreis

72,2

16,6

11,2

16
(21)

66,5

33,5

Stadt Frankfurt am Main

75,5

17,1

7,4

17
(23)

76,9

23,1

Landkreis Offenbach
und Stadt Offenbach

51,5

12,9

12,7

22,8

11
(21)

61,2

38,8

Main-Kinzig-Kreis

64,8

18,6

16,6

12
(19)

67,0

33,0

Kreis Darmstadt-Dieburg
und Stadt Darmstadt

62,0

14,1

7,9

16,1

14
(21)

79,6

20,4

Kreis Bergstraße
und Odenwaldkreis

66,4

19,1

14,5

11
(17)

 

Die Wahlbeteiligung von 70,2 Prozent bei den Wahlen zum Hauptpersonalrat der Lehrerinnen und Lehrer in der Gruppe der Beamtinnen und Beamten hält die GEW unter den gegebenen Umständen für erfreulich hoch. Sie sieht darin ein starkes Zeichen des Vertrauens in die Arbeit der engagierten GEW-Personalräte auf allen Ebenen. Die Wahlbeteiligung ist zwar im Vergleich zu 2016 zurückgegangen, sie liegt aber deutlich höher als beispielsweise bei den Kommunalwahlen im Frühjahr 2021.

Bei den Wahlen zum Hauptpersonalrat der Lehrerinnen und Lehrer wurde die GEW als mit Abstand stärkste Kraft bestätigt. Für die Kandidatinnen und Kandidaten der GEW stimmten 61,1 Prozent der Beamtinnen und Beamten und 63,3 Prozent der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Auch in der neuen Wahlperiode ist die GEW demnach mit 14 von 23 Mitgliedern als stärkste Fraktion vertreten. Gegenüber dem Ergebnis von 2016 ging der Gesamt-Stimmenanteil der GEW bei den Beamtinnen und Beamten leicht um 2,0 Prozent zurück. Die Pandemie und der Umgang mit dieser dürfte für die Wahlentscheidung eine große Rolle gespielt haben.

Die GEW konnte bei den Wahlen zu einzelnen Gesamtpersonalräten ihren Stimmenanteil ausbauen und verfügt in der neuen Amtszeit damit wieder in allen 15 hessischen Gesamtpersonalräten über die absolute Mehrheit der Sitze – nach fünf Jahren nun auch wieder im Schulamtsbezirk Fulda. Auch bei den Personalratswahlen in der Bildungsverwaltung (Schulämter, Lehrkräfteakademie und Kultusministerium) waren die gemeinsamen Listen von GEW und ver.di erfolgreich. Sie erhielten 48,9 Prozent der Stimmen der Beamtinnen und Beamten und 80,1 Prozent der Angestellten. Im Hauptpersonalrat Verwaltung stellen GEW und ver.di mit fünf von neun Mitgliedern die Mehrheit.

Die GEW bedankt sich bei den ehrenamtlichen Wahlvorständen, die mit außergewöhnlichen Umständen konfrontiert waren und mit großem Sachverstand und Engagement die Durchführung der Wahlen hervorragend gemanagt haben. Darüber hinaus gratuliert sie allen neu gewählten Personalrätinnen und Personalräten an den Schulen, in den Gesamtpersonalräten und in den Hauptpersonalräten.

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Aktuell
news-283 Mon, 14 Jun 2021 10:12:14 +0200 Kundgebung in Wiesbaden am 16. Juni 2021 https://gew-mittelhessen.de/home/details/kundgebung-in-wiesbaden-am-16-juni-2021 17 Uhr Dern´sches Gelände Sofortiger Stopp aller Abschiebungen aus Hessen! 17 Uhr Dern´sches Gelände

Sofortiger Stopp aller Abschiebungen aus Hessen!

Die Corona-Pandemie hat viele gesellschaftliche Prozesse eingeschränkt - zu groß sind die gesundheitlichen Risiken. Doch abgeschoben wird in Hessen weiterhin. Menschen werden aus unseren Freundeskreisen, Familien, Schulen oder kollegialen Zusammenhängen gerissen, inhaftiert und gewaltsam abgeschoben.

Am Mittwoch, 16. Juni 2021 um 17 Uhr wollen wir unseren Protest gegen diese Politik lautstark vor den hessischen Landtag in Wiesbaden auf das Dernsche Gelände tragen (selbstverständlich unter Einhaltung der Hygienevorschriften).

Es werden vor allem Betroffene aus unterschiedlichen Communities zu Wort kommen, um die hessische Abschiebepolitik anzuprangern. Im Anhang findet ihr den vollständigen Aufruf, den auch die GEW-Hochschulgruppe aus Marburg und unsere Landesvorsitzenden Maike Wiedwald, Birgit Koch und unser stellvertretenden Vorsitzender Tony C. Schwarz mit unterzeichnet haben.

Flyer zur Kundgebung

Foto: Mika Baumeister, unsplash.com

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Aktuell
news-282 Mon, 17 May 2021 14:41:13 +0200 Personalratswahlen 2021 | Ergebnisse https://gew-mittelhessen.de/home/details/personalratswahlen-2021-ergebnisse GEW Hessen gewinnt PR-Wahlen an Schulen deutlich GEW und ver.di gemeinsam erreichen Mehrheit in Schulverwaltung und an Hochschulen Pressemitteilung 17. Mai 2021 Die Bildungsgewerkschaft GEW verteidigt bei den Personalratswahlen Anfang Mai ihre absolute Mehrheit im Hauptpersonalrat der Lehrerinnen und Lehrer und gewinnt zudem die Mehrheit in allen Gesamtpersonalräten an den staatlichen Schulämtern.

Darüber hinaus gewinnt die GEW gemeinsam mit ihrer DGB-Schwestergewerkschaft ver.di auch die Personalratswahlen in der Schulverwaltung und an den Hochschulen.

Die Wahl der Personalräte an den Schulen, in den Schulamtsbezirken und an den Hochschulen waren im Mai 2020 aufgrund der Pandemie um ein Jahr verschoben worden. Allerdings waren die Bedingungen im Mai 2021 keineswegs günstiger. Birgit Koch, Vorsitzende der GEW Hessen: „An den Wahltagen am 4. und 5. Mai waren Schulen und Hochschulen erneut vielerorts geschlossen und zahlreiche Lehrkräfte und Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an den häuslichen Arbeitsplatz gebunden.“ Die Wahlbeteiligung von 70,2 Prozent bei den Wahlen zum Hauptpersonalrat der Lehrerinnen und Lehrer halte die GEW unter den gegebenen Umständen für erfreulich hoch, wenngleich sie gegenüber den letzten Wahlen im Jahr 2016 zurückgegangen sei. „Wir werten dieses Ergebnis unter schwierigen Bedingungen als starkes Zeichen des Vertrauens in die Arbeit der engagierten GEW-Personalräte auf allen Ebenen“, betonte Birgit Koch. Die Wahlbeteiligung liege damit deutlich höher als beispielsweise bei den Kommunalwahlen im Frühjahr, die ebenfalls unter Pandemiebedingungen stattgefunden haben.

An dieser Stelle bedankt sich die GEW insbesondere bei den ehrenamtlichen Wahlvorständen, die mit außergewöhnlichen Umständen konfrontiert waren und mit großem Sachverstand und Engagement die Durchführung der Wahlen hervorragend gemanagt haben.

Bei den Wahlen zum Hauptpersonalrat der Lehrerinnen und Lehrer beim Hessischen Kultusministerium wurde die GEW als mit Abstand stärkste Kraft bestätigt. Für die Kandidatinnen und Kandidaten der GEW stimmten 61,1 Prozent der Beamtinnen und Beamten und 63,3 Prozent der Angestellten. Auch in der neuen Wahlperiode ist die GEW demnach mit 14 von 23 Mitgliedern als stärkste Fraktion vertreten.

Gegenüber dem Ergebnis von 2016 ging der Gesamt-Stimmenanteil der GEW bei den Beamtinnen und Beamten leicht um 2,0 Prozent zurück. Nach Einschätzung von Tony Schwarz, dem stellvertretenden Vorsitzenden der GEW Hessen, spielte die Pandemie für die Wahlentscheidung eine große Rolle: „Da die GEW als die Bildungsgewerkschaft mit ihren Informationen und Stellungnahmen in den Kollegien, in der Öffentlichkeit und in der Presse ständig präsent ist, polarisiert sie natürlich auch.“

Das mehr als dynamische Geschehen mit ständig wechselnden Vorgaben und manchen Zumutungen von kultusministerieller Seite habe auch die gewerkschaftliche Interessenvertretung vor große Herausforderungen gestellt. Die GEW habe sich unterdessen mit ihren Positionen „nie weggeduckt“. Sie habe sich stets gleichermaßen für einen bestmöglichen Gesundheitsschutz für die Kolleginnen und Kollegen sowie für die Schülerinnen und Schüler wie auch für gute Bildung unter Pandemie-Bedingungen eingesetzt.

Dies wurde durchaus honoriert: Die GEW konnte bei den Wahlen zu einzelnen Gesamtpersonalräten ihren Stimmenanteil ausbauen und verfügt in der neuen Amtszeit damit wieder in allen 15 hessischen Gesamtpersonalräten über die absolute Mehrheit der Sitze – nach fünf Jahren nun auch wieder im Schulamtsbezirk Fulda.

Auch bei den Personalratswahlen in der Bil­dungsverwaltung (Schulämter, Lehr­kräfteakademie und Kultusministe­rium) waren die gemeinsamen Listen von GEW und ver.di erfolgreich. Sie erhielten 48,9 Prozent der Stimmen der Beamtinnen und Beamten und 80,1 Prozent der Ange­stellten. Im Hauptpersonalrat Verwal­tung stellen GEW und ver.di so mit fünf von neun Mitgliedern die Mehrheit.

Ebenso erfreulich angesichts der schwierigen Bedingungen waren die Wahlergebnisse in der Wissenschaft, denn an zahlreichen Hochschulen konnte die GEW ihren Stimmenanteil bei den wissenschaftlichen Beschäftigten verbessern. Dieser Trend setzte sich auch bei den Wahlen zum Hauptpersonalrat beim Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst fort: GEW und ver.di erreichten dort zwei Drittel der Sitze aller Gruppen und konnten damit ihre führende Position ausbauen. Von den neun Sitzen der wissenschaftlichen Mitglieder erlangte die gemeinsame Liste von GEW und ver.di fünf Sitze.

Die GEW bietet den ebenfalls neu gewählten Schulpersonalräten an den rund 2.000 Schulen in Hessen ihre Unterstützung an und hofft, dass auch regelmäßige Treffen bald wieder aufgenommen werden können.

Informationen zu den Schulungsveranstaltungen für neue Personalräte in allen hessischen Regionen:

www.gew-hessen.de/recht/personalraete/schulung-fuer-personalraete-2021

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